















Eine Schule entwerfen und bauen ist immer etwas Besonderes: Sie will nicht zeigen, unter welchen finanziellen, bürokratischen und verwaltungstechnischen Bedingungen öffentliche Gebäude entstehen müssen. Und sie will den Schülern und Lehrern das Gefühl von Offenheit, Klarheit, souveräner Stabilität und gestalteter Klugheit vermitteln. Auch aus einem guten Schulgebäude nehmen die Kinder etwas für ihr Leben mit - wie aus einem guten Schulbuch.
Das dreigeschossig geplante Schulgebäude wird in Holzmodulbauweise mit einem Attikaflachdach errichtet. Die Flurbereiche sind als Halbfertigteile ebenfalls aus Holz konzipiert. Hier wird die technische Installation im Deckenbereich geführt und mit den Modulen zu einem Gesamtsystem zusammengeschlossen.
Die besondere technische Ausrüstung des Gebäudes – Deckenstrahlheizkörper, Medienführung in den Deckenbereichen, etc. ist ebenfalls an die Modulbauweise angepasst. Hierdurch wird eine effiziente Erstellung auf der Baustelle ermöglicht. Zugleich ist eine einfache Erreichbarkeit und Revision der technischen Elemente gegeben.
Die einfache und schnelle Bauweise erlaubt einen sehr schnellen Aufbau. Eine Demontage der Konstruktion ist genauso unkompliziert und einfach möglich wie der Aufbau.
Das Modulsystem wird nach dem „Baukasten“-Prinzip konfiguriert, bei der die Abmessungen der einzelnen Bestandteile jeweils zueinander im Bezug stehen. Die Gebäudetypologie ist daher frei wählbar und kann individuell auf die örtlichen Bedingungen (Grundstückszuschnitt, Belichtung, Lärm, Erschließung, etc.) reagieren.
Fotos:
Thomas Mayer
Faruk Pinjo
Projektzeitraum: Planung 2017-2018, Realisierung 2018-2019
Grundfläche: 2.013 m²
Höhe: 10,05 m
BGF: 6.068 m² (Schule) + 1.603 m² (Sporthalle)
Geschosse: 3 Geschosse